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Behandlungsangebote

Im Rahmen eines integrierten multidisziplinären Therapiekonzeptes wird die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen, Doppeldiagnosen und komorbiden Störungen durchgeführt, wobei die Herstellung der Arbeits- und der Erziehungsfähigkeit sowie der sozialen Kompetenz einen besonders hohen Stellenwert in der gesamten Behandlung hat.

Rehabilitationsziele:

  • Suchtmittelabstinenz
  • Selbstwertstabilisierung
  • Verbesserung der Affektsteuerung
  • Verbesserung der Steuerung von Impulsstörungen
  • Verbesserung der Problembewältigungsmechanismen
  • Verbesserung der sozialen Kompetenz und des Kommunikationsverhaltens
  • Herstellung der Arbeitsfähigkeit

Die besondere Leistungsfähigkeit der Fachklinik besteht im therapeutischen Umgang mit Familien, die Suchtsymptome oder psychosomatische Krankheiten erzeugen. Es werden Familien, Alleinerziehende mit Kindern, Paare, Frauen und Männer aufgenommen. ICD-10, DSM-IV, AWMF und evidenzbasierte Therapiemodule ETM KTL2007 entsprechend Qualitätsstandards und Strukturanforderungen der DRV Bund und ISO Normen.

Therapien und evidenzbasierte Therapiemodule

Eingangsgruppe

Motivationsbehandlung mit Bearbeitung Ambivalenzkonflikt, Suchtinfo, Diagnostik, Psychodynamik OPD-II und Therapiezielplanung. Interdisziplinäre REHA-Gesamtplanung:

Gruppenpsychotherapie

Unser zentrales Behandlungsinstrument ist die Gruppentherapie. Acht bis zwölf Patienten bilden eine offene Bezugsgruppe, die von einem Psychotherapeuten bzw. Psychotherapeutin geleitet wird. Der BezugstherapeutIN  ist Ansprechpartner für alle im Behandlungsprozess auftretenden Fragen.  Interdisziplinäre REHA-Gesamtplanung: Therapieverlauf und Maßnahmen. Systemisch, kognitiv-verhaltenstherapeutisch, tiefendynamisch und gesprächsorientiert.

Einzeltherapie und Paartherapie

Nach besonderer Indikation sowie in individuellen Krisensituationen wird die Gruppentherapie durch eine begleitende Einzeltherapie und Paartherapie ergänzt. Regelmäßig stattfindende Einzelsitzungen dienen auch der Therapieplanung und Therapiebilanzierung. Interdisziplinäre REHA-Gesamtplanung: Entlassung und Maßnahmen. Systemisch, kognitiv-verhaltenstherapeutisch, tiefendynamisch und gesprächsorientiert

Indikative Therapien

Neben der Gruppenpsychotherapie und der einzeltherapeutischen Betreuung der Patienten werden je nach Indikation spezifische Behandlungselemente absolviert. Soziales Kompetenztraining mit Video-Feedback, Körperwahrnehmung, Entspannungstraining, Rückfallprophylaxe,  Tabakentwöhnung, Kneippmodul u.a.

Pädagogisches Projekt und Beschulung

Kinderbetreuung und Kindergarten, Elternkreis, individualisierte suportive Erziehungsarbeit, Begleitkinder und Kinder im Patientenstatus. Beschulung aller Schultypen, Lernförderung und Hausaufgabenbetreuung. Spieltherapie, Systemisch integrative Gesprächspsychotherapie, Entwicklung der Fein- und Grobmotorik und Bewegungsspiele, Sprachentwicklung, Kognitions- und Emotionstraining, soziale Kompetenzentwicklung und Modelllernen, Aufbau der Erziehungs- und Interaktionskompetenz der Eltern.

Ergo- und Arbeitstherapie sowie Kreativtherapie

In einer soziotherapeutisch angeleiteten und mit dem psycho-therapeutischen sowie medizinischen Bereich verzahnten Arbeitstherapie werden berufliche Schlüsselqualifikationen trainiert.

Hausdienst, Instandhaltung, Küche, Schreinerei, Schlosserei und Malerei. Der berufliche Wiedereinstieg wird geplant sowie die Rückkehr an den bestehenden Arbeitsplatz vorbereitet. IG PC-Kurs, IG Bewerbertraining, IG Lebenspraktisches Training. Inhalte der Ergotherapie sind weiter sinnvolle Freizeitaktivitäten, kreatives Gestalten und Ausdrücken genauso wie stabilisierende Übungen und Erfahrungen mit Materialien. Kreativ- und gestaltungstherapeutische Angebote bieten dem Patienten die Möglichkeit, frühere Interessen und Neigungen wiederzufinden oder erstmals seine kreativen Fähigkeiten zu entdecken und auszuprobieren. Freizeitkompetenztraining und IG Kreativ. Weiter ist diesem Bereich die Patientenmitverwaltung PMV mit selbstverwaltenden Kiosk unterstellt.

Medizinische und psychiatrische Behandlung

Somatische, neurologische und psychiatrische Behandlung sowie Konziliarärzte. Im indikativen Bereich IG Depression, IG Panik, IG Zwänge und IG Psychosen.

Physiotherapie und Bezugspflege

Als physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten stehen Kneippanwendungen, Krankengymnastik, Atemtherapie, Bewegungsbad, Sauna und Massage zur Verfügung. Besonderer Wert wird auf eine ausführliche Ernährungsberatung gelegt. Diese beinhaltet auch diätetische Beratungen und Hilfestellungen. Der Einsatz des Pflegepersonals erfolgt im 24-Stunden-Dienst und orientiert sich an den modernen Pflegestandards der körperbezogenen und psychosomatischen Betreuung und Behandlung. Die Bewältigung der alltäglichen Anforderungen, orientiert an den Ressourcen und Handicaps der PatientInnen, stehen im Mittelpunkt.

Sport- und Bewegungstherapie

Die sport- und bewegungstherapeutischen Angebote sind darauf ausgerichtet, die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Funktionsdefizite auszugleichen: Ganzkörpergymnastik, Nordic-Walking, Tennis und Volleyball u.a. Umsetzungen.

Soziotherapie

Wöchentliche Großgruppe mit und ohne Therapeuten. Wöchentliche Gruppensprechersitzung mit Elternvertretung.

Therapeutische Heimfahrten

Festigung von familiären Kontakten oder Vorbereitung Umfeldwechsel, Vorbereitung der Nachsorge und Arbeitgeberkontakte zur beruflichen Wiedereingliederung, Realitätstraining.

Vorträge

Vorträge und Gesundheitsinformationen der Ärzte und Therapeuten sowie spezielle Informationsgruppen ergänzen das Therapieangebot psychoedukativ zum Krankheitsbild, Krankheitsverlauf und zur Behandlung, Samstagsvortrag psychoedukative und pädagogische Themen, Kneippvortrag und Gesundheitsvortrag.

Adaptionsbehandlung

Interne und externe Praktikas mit Besuch der internen Selbsthilfegruppe und externen Selbsthilfegruppen, Vorbereitung und Vollzug eines Umfeldwechsel sowie berufliche Wiedereingliederung.

Angehörigen-Seminare und Arbeitgeber

Interne und externe Angehörigen-Seminare und Partnergespräche dienen der Einbeziehung des sozialen Umfeldes - insbesondere der Familie - in die Behandlung. Neben der Informationsvermittlung zu Abhängigkeitsverlauf und Behandlung besteht die Möglichkeit, aktuelle Partnerschafts- und Familienkonflikte zu klären sowie problematische Interaktionsmuster (z.B. Co-Abhängigkeit) systemisch auf dem Hintergrund der Psychodynamik zu bearbeiten.

Begleitende Sozialarbeit und Behörden

Der therapiebegleitenden Sozialarbeit ist besonderes Augenmerk gewidmet, um günstige Bedingungen für eine weitgehende berufliche und soziale Wiedereingliederung zu schaffen. Schwerpunkte sind das Abklären der beruflichen und finanziellen Situation mit entsprechenden Hilfsangeboten im Bedarfsfall, Klärung von Rechtsangelegenheiten sowie Einleiten von stationären und ambulanten Maßnahmen.